Warum Osteopathie bei Säuglingen und Kindern so wichtig ist:
Der Schädel eines Erwachsenen besteht aus 22 Knochen. Der Schädel eines Säuglings hat 30 Knochen. Beim Säugling bestehen noch andere Knochen aus mehreren Anteilen (Bauteilen), wie zum Beispiel das Sacrum oder die Gelenke. Der Knochenbau ist noch nicht ausgereift. Das heißt, der Säugling ist so flexibel, damit eine Geburt gut verlaufen kann. Der Körper ist aber auch störanfällig, wenn etwas nicht wie vorgesehen abläuft. Das Schädelgewölbe eines Neugeborenen stellt ein membranöses Strukturgebilde dar, so sind die einzelnen Schädelplatten in zwei membranöse Schichten gebettet. Die Knochenplatten können gegeneinander Gleiten.
Kommt es bei Geburt zu Komplikationen können sich diese, wie vorgesehen, verschieben. Wirken jedoch zu große mechanischen Kräfte auf das Neugeborene, bleiben diese Verschiebungen bestehen und es kommt zu einer Fehlstellung = Dysbalance und Dysfunktion.
In der Osteopathie werden diese Dysbalancen befundet. Die Membranen und das fasziale Gewebe, worin die Knochen eingebettet sind, wird ausbalanciert und mobilisiert, sodass die physiologische Beweglichkeit und Funktion wieder hergestellt werden.
Die Symptome sollten, gerade in den ersten Monaten, erkannt, beachtet und behandelt werden, damit es nicht zu körperlichen Manifestationen kommt.
Neugeborene und Kleinkinder haben ein enorme Möglichkeiten, sich schnell zu regenerieren.

